Click & Play – Modulares Sofa von Vitra

Herbst 2024 – das neue Vitra-Sofa ‚Anagram‘ von dem Designer-Duo Panter&Tourron besticht durch sein modulares System, das es zum perfekten Partner für multifunktionale Settings macht.

Wer sind die Designer?

Alexis und Stefano sind ein französisch-italienisches Designer-Duo, das nicht nur Möbel, sondern auch Elektronik, Accessoires und Sportbekleidung designt hat. Sie haben eine ganzheitliche Sicht auf die Dinge. Angetrieben werden sie von der Frage, wie die Menschen in Zukunft leben werden. Sie möchten verstehen, welche Szenarien in einer Zeit des gesellschaftlichen Wandels möglich sind.

Welches Problem löst Anagram?

Das Konzept Anagram beruht auf einer Studie, die sie mit Vitra durchgeführt haben. Zentral war die Frage, wie ein Wohn- und Officebereich in Zukunft aussehen kann, um den Menschen auf ganzheitliche Art und Weise zu unterstützen. Arbeitsbereiche müssen sich heute schnell an die Entwicklungen in der Gesellschaft anpassen können, um weiterhin zukunftsfähig zu bleiben. Im Zentrum steht nicht mehr der eine Arbeitsplatz, sondern multifunktionale Flächen, die unterschiedliche Arbeitsweisen unterstützen müssen. Zur Vitra-Checkliste bei der Produktentwicklung gehören selbstverständlich die Themen Nachhaltigkeit, Flexibilität, Gewicht, und die passenden Materalien. Anagram bildet all diese Punkte ab und ist der mögliche Archteyp eines Sofas der Zukunft.

Was macht Anagram so besonders?

 

Das modulare System ‚Anagram‘ bricht die frontale Beziehung des Sofas zu einem Gegenstand auf. In der Vergangenheit stand das Sofa in einer frontalen Beziehung zu einem Kamin. Dann wurde der Kamin vom Fernseher abgelöst.  Schließlich verschwindet der Bildschirm mehr und mehr und landet als Smartgerät in unseren Händen, der durch das Haus wandert. Dadurch kann sich das Sofa von der Wandverankerung lösen. Anagram gibt eine Antwort auf diese Entwicklung. Es ist von 360° zugänglich -auch von der 4. Seite. Es ist nicht mehr das frontale Sofa von damals. Durch das flexible Klick-System kann das Seitenpanel einfach gelöst und an einer anderen Seite wieder angebracht werden.

Wie beim Stilmittel des Anagramms* können die einzelnen Komponenten des Sofas getauscht werden und ergeben dabei einen neuen Sinn. Anagram vereint viele Eigenschaften in einen – es ist die multifunktionale Antwort auf das Arbeiten von heute.

Wie verbessert es Arbeitszonen im Büro?

Anagram dient als Brücke: Zwischen dem heutigen und zukünftigen Arbeiten und Wohnen. Aber auch als Brücke zwischen unterschiedlichen Szenarien: Vom Lounge-Setting, Fokuszone bis hin zur Kollaboration. Dahinter steckt auch der Gedanke der Zirkularität – sowohl in der Arbeitsweise als auch im Sinne der Nachhaltigkeit. Alles am Sofa kann repariert werden – am Ende seiner Lebensdauer kann es sauber getrennt und recycelt werden.

* Ein Anagramm ist ein Wort, bei dem das Umstellen der einzelnen Buchstaben ein neues Wort mit Bedeutung ergibt. Beispiele dafür sind:

  • Staubtuch – Bauschutt
  • Nadelarbeit – Baldriantee
  • Bier – Brei

Interessiert an einem neuen Stuhl fürs Büro? Wir beraten Sie richtig. Hier sehen Sie unsere Top-Produkte von Vitra und Steelcase.

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Unternehmenskultur findet überall statt

Die Gestaltung der Arbeitswelt endet nicht an den Schreibtischen. Auch die scheinbar “unproduktiven” Orte spielen eine wichtige Rolle. Ein Beispiel dafür sind die Toiletten. Sie sind nicht nur ein Ort der Notwendigkeit, sondern auch ein Ort der Ruhe und Einsamkeit für Mitarbeitende.

Die Wertschätzung für Mitarbeitende zeigt sich auch in der Gestaltung dieser vermeintlich “stillen Orte”. Denn das Wohlbefinden hört nicht am Schreibtisch auf.

Auch die ‚versteckten Orte‘  haben einen Einfluss auf die Unternehmenskultur

Die Art und Weise, wie Toiletten gestaltet sind, beeinflusst das Urteil der Arbeitnehmenden über das Unternehmen. Sauberkeit, Design und Zugang zu Ressourcen sind entscheidend. Unternehmen können Toiletten zu Highlight-Orten machen, indem sie Akustik-Systeme, Ablageorte und angenehme Spiegel verwenden.

Dass Erfolg und Toilettendesign & Sauberkeit zusammenhängen, zeigt die Welt der Restaurants. Denn die Speisekarte und Kochkünste können noch so überzeugend sein: Ist das stille Örtchen ungepflegt und trostlos, schlägt sich das wesentlich bei der Bewertung auf den sozialen Medien nieder.

Bedürfnisorientiertheit durch eine aktive Gestaltung aller relevanter Orte

Zur Grundvoraussetzung bei der Gestaltung der Toiletten gehören folgende Parameter: Ein klares und praktikables Design, das einfach sauber zu halten ist. Dabei werden helle Farben allgemein mit Sauberkeit assoziiert. Doch ‚Weiß‘ ist  nicht immer die beste Variante, da sie Dreck sehr schnell sichtbar macht.

Neben Material und Farbauswahl spielen auch die Accessoires eine Rolle: Der Zugang zu Ressourcen (Desinfektion, Hygieneartikel, Toilettenpapier, Handcreme, Raumspray, Handtücher,…) sollte möglichst einfach sein.

Toiletten und Badezimmer als Highlight-Orte

Unternehmenstoiletten können zu echten Highlight-Orten werden. Denken Sie an Klangräume oder ein Akustik-System, das die Privatsphäre erhöht. Ablageorte für Smartphone und Zeitschriften regen zum Recherchieren an. Spiegel, die wenig verzerren, erhöhen nicht nur die Laune, sondern lassen auch das Erscheinungsbild strahlen.

Fest steht, dass die Akustik, die Luftqualität, das Material und Farbe bei Toiletten und Badezimmern eine große Rolle spielen. 

Übrigens: Eine falsche Gestaltung kann Arbeitszeit kosten

Gleichberechtigung ist auch eine Frage des Zeitmanagements: Häufig sind Frauen- und Männertoiletten gleich groß geplant. Männer müssen oft weniger lange warten, weil es zusätzliche Pissoirs gibt und anatomische Unterschiede bestehen. Das kostet Frauen wertvolle Minuten, die produktiv verbracht werden könnten. So steigt der Frustrationswert, wenn die Toilette das dritte Mal hintereinander besetzt ist.

Bei der zukünftigen Planung von Unternehmenstoiletten sollte dieser Faktor mit einberechnet werden, um die Bedürfnisse aller Nutzenden zu berücksichtigen.


Durch unsere Gewerkepartner können wir Ihnen übrigens auch individuell gestaltete Badezimmer anbieten.

Für alle mitdenken: Inklusives Design fängt bei den Kleinigkeiten an. Lesen Sie hier mehr dazu. 

Modern Arts und Toiletten: Inspirierende Beispiele finden sich auch in der ‚extremen‘ Gestaltung. 

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Kindness Economy – Geht Wirtschaft ’nett‘?

Wie kann man am Beispiel einer Handtasche (Stichwort ‚I’m not a plastic bag‘; ‚I’m a plastic bag‘: Anya Hindmarch) sehen, wie unsere Gesellschaft tickt? Was ist ein Gegentrend? Wie kann man überhaupt einen Trend in der Zukunft vorhersehen? Was kann einfach vorhergesehen werden? 📈 📉 Und vor allem: Was bedeutet das für die Gestaltung von Büros? Wie werden wir in der Zukunft arbeiten? 🗃

Oona Horx Strathern bei AURA Innovative Arbeitswelten

Bei unserem Event mit Oona Horx Strathern, CEO von Horx Future GmbH und langjährige Trend- und Zukunftsforscherin, gingen wir diesen Fragen nach. Danach gab es noch ein herzliches Get-Together mit leckerem Essen  mit der Gelegenheit, sich direkt mit Oona auszutauschen. Einer der wichtigen Aspekte, den Oona nannte, basiert auf der Verantwortlichkeit. Denn erst, wenn wir uns gegenüber Mensch und Planet verantwortlich zeigen, kann unsere Wirtschaft ‚kinder‘ werden.

Was ist eine ‚kind‘ economy? 🌏

Der englische Begriff ‚kind‘ heißt auf Deutsch so etwas wie ‚freundlich‘ oder ’nett‘. Aber diese Wortbedeutung trifft für Oona Horx Strathern nicht ganzheitlich auf das zu, was mit der ‚Kindness Economy‘ gemeint ist. Es geht um mehr als nur das pure ‚Freundlich‘ sein. Denn ein Obstkorb und Kaffee reichen nicht aus, um Menschen dauerhaft zu halten.

Mensch – Planet – Profit

Die Theorie hinter der Kindness Economy: Wenn es dem Menschen und dem Planeten gut geht, dann kommt der Profit (fast) automatisch. ‚Kind‘ Companies wie Patagonia oder Tony’s Chocolonely haben es vorgemacht. Nicht nur bei den Produkten der Firmen geht es um Nachhaltigkeit – nachhaltig ist auch der Umgang mit den Menschen in den Unternehmen. Denn durch einen positiven und ‚kind‘ Umgang wird auch das Branding überzeugend.

Co-Living, Jeans-Leasing, 15-Minuten-Stadt

In ihrem Buch geht Oona auf viele ‚Gegentrends‘ zum Einweg-Kapitalismus ein. Es lohnt sich tiefer einzusteigen. Denn mit einer ‚kind company‘ werden auch Sie zukunftsfähig! Die passende Arbeitswelt dazu finden Sie bei uns. 😉


Perfomance steigern im Büro? Wir haben da etwas für Sie: Mit auditiven Klangräumen von Antless können Sie im Workflow bleiben. 

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Kick’n’Click – Kickerturnier bei AURA

Wir blicken zurück auf ein erfolgreiches und spaßiges Turnier.

Am 06.06 hieß es bereits ‚Anpfiff‘ bei AURA Innovative Arbeitswelten. Insgesamt spielten 8 Teams um den Hauptpreis: zwei heiß umkämpfte ACX Mesh von Vitra.  Für den zweiten Platz gab es zwei Tip Ton RE. Der dritte Platz gewann zwei Toolboxen RE. Doch neben den drei Gewinnen gab es auch ein spannendes Rahmenprogramm mit weiteren Gewinnchancen.

1. Foto-Wettbewerb: Click your own classic

Verewige dich auch dem Eames Lounge Chair und werde dadurch selbst zum ‚Klassiker‘. Mit einer Polaroid-Kamera konnten sich die Besucher*innen unseres Showrooms fotografieren lassen. Im Anschluss an das Turnier wurde das Gewinner*innen-Foto gezogen.

2. Ein Herausforderndes Quiz zur „Kulturgeschichte des Büros“.

Dafür mussten sich die Teilnehmenden erst einmal durch unsere ‚Blog-Re  ihe‘ zu diesem Thema durcharbeiten. Danach gab es 10 Fragen auf Zeit. Wir geben es zu: Die Fragen waren ein bisschen tricky… Aber auch hier gab es zwei glückliche Gewinner*innen.

Hier ein Auszug aus dem Quiz. Hätten Sie es gewusst? Schreiben Sie Ihre Antwort in die Kommentare!⌛ 💯 

Warum war die Arbeit im Büro Anfang des 20. Jahrhunderts sehr schlecht für die Gesundheit?

A: Die enorme Lautstärke und die einseitige, schwere Tipparbeit waren extrem belastend.

B: Es fehlte an Privatsphäre und alles wurde ständig kontrolliert.

C: Der Konkurrenzkampf war enorm hart. 🤫

🤫Ein kleiner Tipp: Häufige Nebenwirkungen waren Erschöpfung, Schwindel, Nervosität, Sehnenscheidenentzündungen und Schwerhörigkeit.

In den Blogartikeln zur Kulturgeschichte des Büros kann man das übrigens nachlesen. Und zwar von den Anfängen in der Antike, zur ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, die 70er Jahre und etwas näher an unserer Zeit: die Entwicklung vor der Jahrtausendwende. Neues Wissen garantiert. Die nächste Verlosung kommt bestimmt. 


Mehr Eindrücke unseres Turniers gibt es auch hier.

 

Trendfarben: ‚RAL Colour Feeling 2025+‘

Unsere Wahrnehmung wird unbewusst durch Farben bestimmt. Sie sind Begleiter der unterschiedlichen Jahreszeiten und ein Kommunikationstool in Handwerk, Architektur, Industrie und Design. In Europa gibt es seit 1925 den genormten RAL-Farbfächer, der jeder Farbe eine eindeutige Nummer zuordnet.

RAL Colour Feeling: 15 Trendfarben für gesellschaftlichen Wandel

Während Pantone jedes Jahr eine Farbe des Jahres auswählt, entscheidet sich das RAL-Institut für einen anderen Ansatz: Alle zwei Jahre gibt es einen Farbtrendbericht „Ral Colour Feeling“ mit 15 Farben, die die gesellschaftliche und gestalterische Entwicklung der letzten 60 Jahre mit einbezieht. Epochale Farb- und Materialzyklen werden analysiert. Technologische Früherkennung und die Folgen dieser auf Design und Kultur spielen dabei eine immer größere Rolle.

Motto: Care    + Collaborate – für eine zukünftige Gesellschaft, für die es sich zu arbeiten lohnt

Das Motto des diesjährigen Colour Feeling ist: CARE + COLLABORATE. Die 15 Farben werden in enger und intensiver Zusammenarbeit und durch Expertenbefragung mit dem ‚Institute International Trendscouting‘  an der Hochschule in Hildesheim ausgesucht und entwickelt. Die Farben sollen eine Richtlinie und Unterstützung Gestaltender sein. Die Stichwörter zu den aktuellen Trendfarben sind: Resonant, Anregend, Robust, Fördernd und Inklusiv.

Trendbox gewinnt Design Award

Die Farben gibt es auch in der haptischen Variante. RAL bringt auch eine Box mit unterschiedlichen Materialmuster zu den Colour Feelings heraus. Die RAL Trendbox 2025+ überzeugt und hat beim ‚German Design Award‘ in der Kategorie ‚Excellent Product Design‘ mit Gold die höchste Auszeichnung bekommen.

Welche Farben haben überzeugt?

Die aktuellen Trendfarben zeichnen sich vor allem durch eines aus: die warmen, überwiegend dezenten und natürlichen Grundtöne. Es ist eine geerdete Ästhetik, die den Fokus auf Kreislaufwirtschaft, ethische Rücksichtnahme und ein regeneratives Design setzt. 5 der Grundtöne sind aus der vorherigen Palette übernommen worden, denn die Trendfarben bauen auf der Vergangenheit auf und blicken in die Zukunft.

Sinnvolle Kombinationsmöglichkeiten für Arbeits- und Lebensräume

Die Farben sind so aufgebaut, dass unterschiedliche Kombinationen zu wohlbedachten Kommunikationstools werden. Sie sind flexibel miteinander kombinierbar, doch je nach Auswahl haben sie eine eher funktionale, sinnliche, narrative, ethische oder spielerische Komponente. Entdecken Sie selbst und finden Sie Ihre Auswahl für Ihre Arbeits- und Lebensräume.


Kleine Änderung – große Wirkung: Wie Farbe wirkt 

Wie wirken Farben konkret im Büro? 

Pantone Peach Fuzz – Die Farbe des Jahres 


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Pantone Peach Fuzz – Die Farbe des Jahres

Der freundliche Pfirsichfarbton Pantone Peach Fuzz 13-1023 ist auf subtile Art und Weise sinnlich.

Warum eigentlich eine Farbe des Jahres?

Seit 25 Jahren wird eine Farbe des Jahres gewählt – um die Menschen dazu anzuregen, dass Farben Geschichten erzählen. Es sollte Aufmerksamkeit generiert werden, um auf die Beziehung, die zwischen Kultur und Farbe besteht, hinzuweisen. Denn Pantone ist sich sicher: Globale kulturelle Ereignisse können durch die Sprache der Farben ausgedrückt und widergespiegelt werden.

Einfluss der Trendanalyse

Was anfangs im Rahmen eines Ausbildungsprogramms stattfand, hat nun Kultstatus erlangt und ist ein weltweit kulturelles Phänomen. Es weist darauf hin, welche Wichtigkeit Farben im gemeinsamen menschlichen Erleben hat. Der Einfluss der Farbe des Jahres auf Mode, Industrie-, Fahrzeug-, Produktdesign, dekorative Kosmetik etc. ist enorm.

Wie kommt es zur Wahl einer ‚Color of the year‘?

Allerdings wird die Farbe nicht einfach zufällig ausgewählt. Internationale Farbexperten suchen auf der ganzen Welt nach Farbeinflüssen. Dabei werden Filme, Kunstsammlungen, Künstler, Lebensstile, Reiseziele, die technologische Entwicklung – also komplexe sozioökonomische Faktoren mit berücksichtig. Einen wichtigen Aspekt spielt auch der Einfluss der sozialen Medien oder auch Sportereignisse. Auf einer komplexen Makroebene findet eine Trendanalyse statt. Persönliche Vorlieben oder wirtschaftliche Aspekte spielen dabei keine Rolle. Es ist ein langer, fließender Dialog von vielen Expert*innen, der letztlich zu einer Einigung führt.

In der Geschichte der ‚Farbe des Jahres‘ kam es auch schon vor, dass zwei Farben (2016: 13-1520 Rose Quartz und 15-3919 Serenity; 2021: 17-5104 Ultimate Gray und 13-0647 Illuminating)  gewählt wurden oder dass eine eigene Farbe kreiert wurde, um die richtige Botschaft zu vermitteln. (2022: 17-3938 Very Peri)

Was möchte uns nun wohl der Farbton Pantone Peach Fuzz 13-1023 ausdrücken?

Peach Fuzz ist ein ansprechender Pfirsichton, irgendwo zwischen Rosa und Orange, der eine atmosphärische Ruhe ausstrahlt. Mit der gewissen Vintage-Note spiegelt er einen Hauch von Vergangenheit wider und regt uns jedoch an, in die Zukunft zu blicken. Er enthält Assoziationen von Neuanfang, Frische, die Lust auf Gemeinschaft und Zugehörigkeit. Es ist ein stiller und doch kraftvoller Farbton, der uns neue Energie verspricht und trotzdem innehalten lässt. Eine ideale Farbe für Orte, die Wohlbefinden, Zusammenhalt und Inspiration ausstrahlen sollen.


Einen ähnlichen Ansatz verfolgt RAL mit seinem Trendreport 2025+, der beim German Design Award 2024 Gold gewonnen hat. Dort wurden insgesamt 15 Farben ausgewählt, die die Entwicklung der heutigen Welt widerspiegelt und hohe Relevanz in Architektur, Design, Handwerk, Handel und Industrie haben. 

Sie interessieren sich mehr für die Farbgestaltung in Ihrem Büro? Hier zwei interessante Blog-Artikel, um Ihnen einen Überblick der Farbwirkungen zu verschaffen:

Farbe wirkt – Wie mit kleinen Änderungen großes bewirken können 

Wie wirken Farben konkret im Büro? Hier geben wir Ihnen passende Beispiele. 


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Wie wirken Farben konkret im Büro?

Farben wirken sich positiv auf das Arbeitsklima aus. Denn sie beeinflussen unsere Emotionen, Gefühle und Handlunge auf einer unbewussten Ebene. Doch welche Wirkungen haben sie konkret? Und welchen Farben werden welche Wirkweisen zugesprochen?

Die Wirkung der Grundfarben:

Gelb:

Gelb wird mit positiven, wachmachenden und optimistischen Gedanken assoziiert. Es kann Harmonie und Entspannung im Arbeitsalltag fördern und wirkt nervenstärkend. Bei zu viel Stress kann es als Ausgleich helfen. Es kommt aber auf die Intensität der Farbgebung an. Ist das Gelb zu grell und hell, kann es auch irritieren und ermüden und im schlimmsten Fall ein Gefühl von Hunger, Wut und Frustration erzeugen.

Blau:

Blau regt das Konzentrationsvermögen an und fördert klares Denken, innere Ruhe und Produktivität. Es kann dazu beitragen, Stress abzubauen und strahlt eine sichere und stabile Umgebung aus. Eine zu dunkle Variante kann aber auch traurige Gedanken auslösen, hier ist also Vorsicht geboten.

Rot:

Rot kann ein Mittagstief vorbeugen, denn es weckt Inspiration und Tatendrang. Auch Wärme und Leidenschaft kann durch Rot erzeugt werden. Allerdings nur als Akzent, denn ein zu viel an roter Farbe kann auch mit Gefahr gleichgesetzt werden und überstimmuliert die Hirnaktivität. Sparsam eingesetzt ist es aber ein echter Hirnbooster!

Grün:

Grün ist beruhigend und positiv zugleich. Es ist wie ein sanfter Waldspaziergang, der die Sinne schärft und die Augen beruhigt. Grüne Elemente vermindern Stressgefühle und sorgen für ein inneres Gleichgewicht. Nicht umsonst ist Grün die Farbe der Hoffnung.

Weiß:

Weiß ist eine gute Grundlage für die Kombination mit anderen Farben. Es wirkt schlicht und sachlich und wird häufig mit Reinheit, Ruhe und Leichtigkeit assoziiert. Wenn es zu viel eingesetzt wird, hat es aber auch negative Effekte: Es kann zu sehr reflektieren und damit die Augen ermüden. Außerdem kann es auch als zu steril und sauber wahrgenommen werden, was nicht stimulierend ist.

Farbintensität und Einsatzort sind wesentlich für die Wirkung

Allgemein gilt: Der Einsatzort und die Farbintensität bestimmt, welche Wirkung die Farben haben können. Ein kräftiges Blau unterstützt beispielsweise die Konzentration, ein hellerer Farbton erinnert an einen klaren Sommerhimmel und beruhigt. Aber Raumumgebung ist ausschlaggebend für die Farbgestaltung. Einzelne Farben können einen großen Unterschied machen, falsch eingesetzt aber auch das Gegenteil bewirken. Die richtige Balance und die richtige Zone für den Farbeinsatz sind ausschlaggebend.

Wo lassen sich Farben überall einsetzen?

Über die Grundfarben hinaus

Doch unsere Welt hat mehr als nur die Grundfarben. Lila ist gut mit Schwarz kombinierbar und fördert die Kreativität. Es eignet sich auch gut für Selbstständige im Home-Office oder für Künstler. Die Farbe Orange wirkt leistungssteigernd und motivierend. Mit seiner Komplementärfarbe Blau wird ihr Kraft und Spannung verliehen. Ideal fürs Arbeiten von zu Hause aus ist ach Türkis, da es beruhigend und inspirierend zugleich ist. Gut für einen stressigen Tagesablauf ist Weinrot. Es strahlt Geborgenheit, Ruhe und Entspannung aus.

Beige verleiht ihrer Arbeitsumgebung einen wohnlichen Charakter. Dahingegen wirkt Grau neutral und professionell, je nach Nuance ist es eher kühl oder warm. Auch Schwarz ist ein sehr seriöse und kraftvoller Farbakzent, aber hier sollte der Einsatz sparsam sein, da es ansonsten beengend wirken kann. Rosa wird mit Freundlichkeit und Charme assoziiert, je nach Nuance kann es zu entspannend für den Arbeitsplatz wirken.

Stellen Sie sich bei Ihrer Farbauswahl immer die Frage: Was verbinde ich persönlich mit der Farbe? Wie wirkt sie auf mich? Wie ist es, wenn ich länger (zum Beispiel im Home-Office) damit konfrontiert werde?

Ihre Farbgestaltung für Ihr Corporate Design

Individuelle Farbakzente können auch nur kleine Elemente sein und eine Büroumgebung ganz anders wirken lassen. Farben eignen sich auch sehr gut, um die Corporate Identity zu transportieren. Ein individuelles Farbkonzept ist letztlich auch Geschmackssache – wir unterstützen Sie bei der richtigen Auswahl und setzten das Farbdesign um, das optimal zu Ihrem Unternehmen passt.


Zum allgemeinen Einsatz von Farben können Sie hier mehr nachlesen. Kleine Änderung – große Wirkung: Farbe wirkt. 

Klassiker in neuer Farbe: Den Eames Lounge Chair gibt es jetzt auch mit Stoffbezug in unterschiedlichen Farbvarianten. Ein echtes Statement. 



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Performance steigern durch Musik

Musik wirkt magisch – es kann die Konzentration, die Denkweise und die Leistung beeinflussen und steigern. Wenn es die richtige Musik im richtigen Moment ist. In der Musiktherapie wird es bereits effektiv eingesetzt, um bei der Regulation von Emotionen Hilfestellung zu leisten. Vor allem, wenn es um Stress und Ängste geht. Laut DAK und AOK haben sich die Zahlen der Fehltage aufgrund psychischer Erkrankungen in den letzten zehn Jahren ungefähr verdoppelt.

Musik als Stimmungsbooster

Doch Musik ist nicht gleich Musik und nicht jede Musik hilft auch bei jeder Arbeitsaufgabe. Beispielsweise ist die passende Hintergrundmusik ein echter Booster, wenn man bereits genug fachliches Wissen und Know-How in einem Bereich hat. Wird etwas  neu erworben, sollte die Umgebung eher stiller sein.

Musik für jede Arbeitsweise und für jeden Menschentypen

Auch die persönlichen Charaktereigenschaften spielen eine Rolle: Extrovertierte Personen können Musik häufig effektiver zum produktiven Arbeiten nutzen. Introvertierte Personen empfinden jegliche Hintergrundgeräusche eher als Störung. Da es aber auch hier kein Schwarz-Weiß gibt, hängt auch das sehr von der Tagesform und Stimmung ab. (Mischung zwischen Extrovertiert und Introvertiert). Eine passende Hintergrundmusik kann auch dazu eingesetzt werden, um soft von irritierenden Störungsgeräuschen abzulenken. Es gibt Studien, die darauf hinweisen, dass Musik für den passenden Arbeitsflow im Ideallfall ohne Lyrics gestaltet sind oder Lyrics aus einer Sprache, die wir nicht verstehen oder dekodieren können.

Fest steht allerdings, dass kreative Menschen in ihren Aufgabenfeldern kreativer werden, wenn sie passende Musik dazu hören. Im Idealfall spiegelt sich diese Kreativität auch in ihrer Umgebung wider, um einen idealen Effekt auf die Leistungsfähigkeit und Motivation zu erhalten.

Doch wie finde ich heraus, welche Musik für welche Arbeitsweise passend ist?

Dafür haben wir den perfekten Partner gefunden. Das junge  Unternehmen Antless hat sich konkret damit auseinandergesetzt, wie und welche Musik die Performance im Büro unterstützen kann. Antless verbindet zwei Welten, die auf den ersten Blick nicht zusammengehören zu scheinen: Musik und Arbeit. Doch genauer hingeschaut, ermöglichen sich dadurch ganz neue Sphären der Produktivität und der Fokusarbeit. Für Fokus, Teamarbeit oder die Pausenzeit – für alle ist etwas dabei. Und das übersichtlich und einfach greifbar. Für die Einzelperson, für Räume oder Events.

Wichtig dabei ist: Bei der Musik zum Arbeiten geht es nicht um persönliche Geschmäcker. Die extra dafür entwickelten Tracks sind für spezifische Zonen gedacht und sollen im Hintergrund unterbewusst den Arbeitsprozess im Flow halten. Für mehr Informationen können Sie sich gerne bei uns informieren. Denn auch bei uns läuft bereits Antless.


Lesetipps:

Akustik im Büro – aber wie? Hier erfahren Sie alles, was Sie wissen müssen. 

Sensorische Ergonomie – noch nie gehört? Was unsere Sinne mit unserer Arbeitsweise zu tun haben, erfahren Sie hier. 

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Büro als Ort der Kommunikation

Das Büro gab es schon lange, bevor es zum ‚Ort‘ wurde. Es ist allen voran eine Aktivität, die durch die passende Umgebung gestützt werden muss. In den letzten Blogs haben wir uns mit der Historie des Büros auseinandergesetzt: Von der Antike bis in die 70er Jahre des 20. Jahrhunderts. Heute schlagen wir den Bogen in den Eintritt in ein neues Zeitalter: das Internet und seine Auswirkungen auf die Art und Weise, wie wir heute arbeiten. Denn diese Entwicklungen haben das moderne Büro geprägt und zeigen, wie eng die Geschichte des Büros mit den Fortschritten in Technologie und der Arbeitskultur verbunden ist.

Die 90er Jahre: Die Digitalisierung und ihre Auswirkungen

Die 90er Jahre markierten einen Wendepunkt in der Art und Weise, wie wir arbeiten. Mit dem Aufkommen des Internets und der zunehmenden Digitalisierung wurden tiefgreifende Veränderungen eingeleitet. Die erste Internetverbindung existierte tatsächlich bereits in 1969 in den USA. Doch erst die Einführung des World Wide Web im Jahr 1993 revolutionierte die Art und Weise, wie Daten verarbeitet und Informationen ausgetauscht wurden. Der Computer trat seinen Siegeszug in die Büros an und ersetzte nach und nach die Schreibmaschine. Zu Beginn wurde jedoch noch nicht jeder Arbeitsplatz mit einem Personal Computer ausgestattet. Der Aufstieg von Google im Jahr 1998 beschleunigte diesen Prozess weiter.

Kurz vor der Jahrtausendwende kündigte sich eine tiefgreifende Veränderung der Bürowelt an. Der beginnende E-Mail-Verkehr ersetzte allmählich das Fax. Bereits 1996 kam Outlook auf den Markt. Damit konnten auch die Angestellten eigene E-Mail-Adressen anlegen, um damit effizienter zu kommunizieren. Die Schnelligkeit der E-Mail war ein großer Vorteil gegenüber des Briefwegs. Auch beim Telefon bewegte sich etwas: Die Wahlscheibe wurde durch Tasten ersetzt und die ersten ‚mobilen‘ Telefone hielten Einzug in die Arbeitswelt. Die Entwicklung von Mobiltelefonen und die zunehmende Mobilität der Arbeitskräfte ermöglichten es den Menschen, von überall aus zu arbeiten und dennoch mit dem Büro verbunden zu bleiben.

Das Büro wird reversibel: Neue Ansätze in der Bürogestaltung

Zur gleichen Zeit änderte sich auch etwas in der Gestaltung der Büros. Der Trend zum „reversiblen Büro“ betonte die Flexibilität der Arbeitsumgebung, um verschiedenen Arbeitsweisen gerecht zu werden. Möglichst wenig Wände und viel Platz für Kommunikation, so lautete die Prämisse für die Innenarchitektur. Allerdings zeichnete sich dieser Ansatz durch den Gedankengang aus, dass ein und dasselbe Konzept als Universallösung für alle Büros gelten sollte. Die oberste Priorität war es, Räume für einen schnellen und effizienten Austausch zu schaffen.

Mobiles Arbeiten und Gesundheitsbewusstsein

In den 90er Jahren fiel der Begriff ‚Telearbeit‘ immer häufiger. Durch die Erfindung des Internets und der Verbreitung von Computern wurde das Arbeiten von zu Hause aus enorm erleichtert. Trotzdem fand der Hauptteil der Arbeit nach wie vor in den dafür gestalteten Büros statt. Durch die Einführung neuer technologischer Mittel minimierte sich allerdings der Aufwand von einfachen und routinierten Aufgaben, da diese verstärkt digital und automatisch abliefen.

Ein weiteres Ereignis beeinflusste die Gestaltung von Büros. Die Verabschiedung einer eine Richtlinie zum Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz von der EU im Jahr 1990.  In dieser wurde die Größe der Arbeitsfläche sowie die Eigenschaften eines ergonomisch einstellbaren Bürodrehstuhls festgelegt. Die ergonomische Bürogestaltung hatet endgültig Einzug gehalten. Von nun an geriet die Gesundheit der Angestellten mehr und mehr in den Fokus.

Was ist heute in der Bürogestaltung wichtig?

Erinnern Sie sich noch an das Büro der 90er Jahre? Was hat sich seitdem verändert? Welche Schwerpunkte setzt die Bürogestaltung heute? Teilen Sie uns gerne Ihre Meinung mit!


Hier finden Sie alle Artikel zu unserer Reihe ‚Die Geschichte des Büros‘

Wie alles begann: Der Ursprung des Büros

Das Büro als Abbild der Gesellschaft: Industrialisierung und die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts

Das Action Office prägt das Image des Büros: die 70er Jahre und ihre Folgen

Das Büro als Ort der Gemeinschaft? Wir wissen, wie es geht. Zum Beispiel mit der Joyn 2 von Vitra. 



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Das Großraumbüro erobert das 20. Jahrhundert

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts entwickelte sich das Büro rasant weiter – durch die Weiterentwicklung der Kommunikationsmedien und die daraus resultierende Automatisierung ergaben sich neue Rahmenbedingungen für die ‚white collar work‘.

Großraumbüro der 60er Jahren in den USA – In Deutschland kommt der Trend erst später an

Rauchschwaden durchziehen die Büros der 70er Jahre

In den 70er Jahren bestand die Arbeitsweise vor allem aus Routineaufgaben. Noch wurd alles händisch auf Papier eingetippt. Die Schreibtische waren voller Papierberge und Akten. Es gab Ordner und Briefkörbe an jedem Arbeitsplatz, denn alles musste sorgfältig abgeheftet werden. Dabei war der Stauraumbedarf enorm. Der Mittelpunkt der Arbeitswelt war die häufig auch schon elektromechanische Schreibmaschine. Als oberste Priorität galt die körperliche Anwesenheit der Mitarbeitenden. Das Thema ‚Arbeiten von zu Hause aus‘ spielte keine Rolle. Beim Abarbeiten der Aufgaben war volle Konzentration gefragt. Eine weitere gesundheitliche Herausforderung waren die Rauchschwaden, denn Rauchen am Arbeitsplatz war erlaubt. Ebenso war es nicht unüblich, Alkohol auf den Schreibtischen zu finden.

Ein weiteres Alltagsritual: Das Durchblättern dicker Telefonbücher, denn mittlerweile war das Telefon das wichtigste Kommunikationsmedium. Für den internen Informationsfluss griff man häufig noch auf Rohrpostanalgen zurück. Dadurch mussten Mitarbeitende nicht das halbe Bürogebäude durchqueren.

Rostrot, Senfgelb und Cognac: Das Büro der 70er ist bunt

In den 70er Jahren rückte das Design allerdings mehr und mehr in den Fokus. Möbel aus Holz und Bürostühle mit Rollen und Lederbezug fanden sich verstärkt in den Arbeitswelten. Die Farbgestaltung orientierte sich an den Trends der 70er Jahre: Bunt gemusterte Teppiche, die Farben Rostrot, Cognac und Senfgelb waren angesagt. Für Tapeten, Decken und Böden wurde häufig auf einen orangenen Farbton zurückgegriffen. In Einzelbüros verbreiteten sich die Loungemöbel, die als bequeme Sitzmöglichkeiten während Besprechungen populär wurden.

Auch die Auseinandersetzung mit einer ergonomischen Büroausstattung nahm – zumindest in der Chefetage – zu. Denn die Erkenntnis, dass sich Gesundheit und die Bedürfnisse der Arbeitnehmenden auf die Motivation und die daraus resultierende Produktivität hat, kam allmählich auf. Ende der 70er Jahre gehörte die Ausstattung von Bürodrehstühlen mit Synchronmechanik zur ersten benutzerfreundlichen Normausstattung. Auch das Stehpult wurde bereits eingesetzt, da bereits bekannt war, dass dauerhaftes Sitzen krank macht.

Die Cubicles erobern das amerikanische Büro

Bereits in den 60ern verbreitete sich das aus den USA stammende Großraumbüro immer mehr auch in Deutschland. Es gehörte nun zur Normalität, so viel Arbeitnehmende wie möglich in einen Raum zu quetschen. Meistens war es stickig, laut und es gab in der Raummitte kein Tageslicht. Durch die Erfindung des ‚Cubicle‘ sollte in diesen Räumlichkeiten mehr Privatsphäre hergestellt werden.

Die sogenannten Cubicle (dt.: Arbeitszellen) wurden 1967 von Robert Probst mit dem Namen ‚Action Office II‘ erfunden. Die Intention dahinter war, mehr visuelle und auditive Privatsphäre herzustellen. Dabei sollten die individuellen Bedürfnisse und Bewegung der Arbeitnehmenden im Fokus stehen. Aus heutiger Perspektive ging das allerdings nach hinten los. Letztlich stand die effiziente Nutzung der Bürofläche vor der effektiven Kommunikationsmöglichkeit der Mitarbeitenden.

Die Parzellierung von Großraumbüros prägte das Negativ-Image der klassischen Büroarbeit. Der Mensch wurde zur Ameise im kapitalistischen System und schien einfach ersetzbar. Zudem verstärkte sich die Hierarchisierung, da die Chef-Büros weiterhin bestehen blieben. Der einzige Vorteil gegenüber den Schreibsälen der 20er Jahre war, dass nicht mehr jeder Schritt von einem ‚Vorseher‘ beobachtet und dokumentiert wurden konnte. Durch andere architektonische Voraussetzungen (Flurstruktur, Einzelbüros) verbreitet sich der Trend in Deutschland allerdings nie so stark wie in den USA.

In Deutschland setzte sich der Trend zum Großraumbüro allmählich durch. Durch architektonische Voraussetzungen (Flurstruktur, Einzelbüros) verbreiteet es sich allerdings nie so stark wie in den USA.

Fazit: Die Erfindung des Cubicle prägt das Image der Büroarbeit

Die körperliche Arbeitsbelastung war aufgrund fehlender technischer Ausstattung in den Büros der 70er Jahre noch enorm, vor allem im Vergleich zu den heutigen Zeiten. Der Arbeitsstil der damaligen Zeit war sehr strukturiert und streng. Mit der Schreibmaschine waren die Arbeitsschritte und der damit einhergehende Arbeitsaufwand enorm hoch. Trotzdem setzten sich die ersten Bestrebungen, das Büro ‚gesundheitsfreundlicher‘ zu gestalten, durch. Jedoch setzte sich immer mehr ein Stilbewusstsein durch, das heute als ‚Retro‘-Design durchaus wiederkehrt. Dunkle Holztöne neben bunten Farben an den Wänden sind Stilelemente, die sich auch heute wieder in den Büros finden lassen.

Fotos von steelcase


In den ersten beiden Beiträgen zur Geschichte des Büros gehen wir auf die Ursprünge und die Entwicklung im 19. und frühen 20. Jahrhundert ein.

Wie schaffen wir es, Arbeitswelten zu gestalten, in denen alle teilhaben können? Inklusives Design geht uns alle an. 



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